[3] Stoff aus der unter [2] erwähnten Wolle, Garn, Gewebe
Herkunft
Dem Wort liegt arabisches ❬ref❭, Stichwort »«, Seite 371.❬/ref❭❬ref❭, Stichwort »«, Seite 1002.❬/ref❭ zugrunde❬ref name="Lokotsch"❭, Stichpunkt »1497. Ar. muḫajjar«, Seite 120.❬/ref❭❬ref name="Pfeifer"❭❬/ref❭❬ref name="Tazi"❭, Stichwort »❬u❭Mohair❬/u❭ (Mohär)«, Seite 302.❬/ref❭❬ref name="Kluge"/❭❬ref name="Osman"/❭, das ein ‚GewebeausHaaren‘❬ref name="Pfeifer"/❭, einen ‚StoffausZiegenhaar‘❬ref name="Kluge"/❭❬ref name="Osman"/❭ beziehungsweise ein ‚TextilausZiegenhaar‘❬ref name="Tazi"/❭ bezeichnet, und wörtlich ‚Auserlesenes❬ref name="Tazi"/❭, Bevorzugtes❬ref name="Kluge"/❭, Bestes❬ref name="Tazi"/❭‘ bedeutet. Dieses wurde auf zwei unterschiedlichen Wegen ins Deutsche entlehnt:
Zum einen soll es – je nach Quelle – entweder über das Polnische❬ref name="Tazi"/❭❬ref name="Osman"/❭, in dem das arabische Wort muchair ❬ref name="Tazi"/❭❬ref name="Osman"/❭ ergab, oder über eine für das 14. Jahrhundert bezeugte mittelniederdeutsche Form❬ref name="Kluge"/❭ oder aber über das Italienische oder gar direkt aus dem Arabischen❬ref name="Pfeifer"/❭ ins Frühneuhochdeutsche❬ref name="Tazi"/❭❬ref name="Osman"/❭ entlehnt worden sein, in dem für 1578❬ref name="Tazi"/❭❬ref name="Osman"/❭ die Form Muchair❬ref name="Tazi"/❭ bezeugt ist. Ab 1741 ist dann die Form Macheier zunächst in der Bedeutung ‚geringerWollstoff‘ belegt.❬ref name="Tazi"/❭
Zum anderen wurde es im 19. Jahrhundert❬ref name="Pfeifer"/❭❬ref name="Kluge"/❭ über das seit dem 16. Jahrhundert❬ref❭❬/ref❭❬ref name="Tazi"/❭ bezeugte englischemohair ❬ref name="Tazi"/❭❬ref name="Kluge"/❭ ‚fine camlet made from Angora goat’s hair‘❬ref name="Tazi"/❭, ‚wo[o]l from Angora‘❬ref name="Tazi"/❭ entlehnt. Die hierher gehörende Schreibweise Mohär ist seit 1909 belegt.❬ref name="Tazi"/❭
Derselben arabischen Quelle entstammen Moor, Mohr ‚dichtesZeugvonSeide‘❬ref name="Kluge"/❭, ‚Seiden-, Kamelhaargewebe‘❬ref name="Pfeifer"/❭ sowie Moiré❬ref name="Tazi"/❭.
[1] „1902 bastelte er eine 55 Zentimeter große Bärenpuppe aus zotteligem Mohair mit drehbarem Kopf und beweglichen Armen und Beinen.“❬ref❭.❬/ref❭
[1] „Die Perücken sind aus echtem Haar oder Mohair gerfertigt.“❬ref❭❬/ref❭
[2] „‚In Deutschland gibt es keine Firma, die Mohair-Rohwolle verarbeiten kann‘, erklärt Seubert. Aus den ersten beiden Schuren der Jungziegen wird feinstes Kidmohair gesponnen, das zu acht Prozent aus Seidenfäden besteht. Ohne diesen Halt würde die Wolle reißen. Aus dem restlichen Fell-Material wird normales Mohair gewonnen. Hier sorgt ein zusätzlicher Baumwollfaden für Stabilität. ‚Solch eine reine Wolle gibt’s im Laden nicht‘, betont Seubert. Zum Schluß wird das wertvolle Mohair bunt eingefärbt oder im natürlichen Weiß belassen. Flauschig weich 100 Gramm Kidmohair kosten 24 Mark, für 100 Gramm Mohair sind 17 Mark zu bezahlen.“❬ref❭.❬/ref❭
[2] „Wichtige Merkmale des Mohairs sind sein Glanz, der elegante Fall und sein körniger Griff.“❬ref❭.❬/ref❭
[3] „Neben wollenen Mänteln - vor allem in Tweed und Mohair - sind auch Popeline und Gabardine mit einknöpfbarem, warmem Winterfutter modern.“❬ref❭❬/ref❭
[3] „Er trug ja immer dunkle langhaarige Pullover. Alpaka oder Mohair.“❬ref❭.❬/ref❭
[3] „Er trug Orlandine auf das Bett von venezianischem Mohair und hielt sich für den glücklichsten aller Menschen...“❬ref❭.❬/ref❭